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Die Umwelt

Die Energie der Zukunft

Die von der Natur in Millionen von Jahren gebildeten fossilen Brennstoffe haben wir in wenigen Jahrhunderten fast vollständig verheizt, verkocht und verfahren. Durch die zunehmende Verknappung dieser Ressourcen könnte es schon sehr bald zu andauernder Unterversorgung und explodierenden Rohstoffkosten kommen.
Die Sonne ist seit mehreren Milliarden Jahren aktiv. Sie spendet Licht und Wärme, ohne uns auch nur einen Sonnenstrahl zu berechnen. In weniger als einer Stunde befördert die Sonne so viel Energie auf die Erdoberfläche, wie die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht. Zum Vergleich:
-Jeder Quadratmeter Sonne strahlt stündlich den Energiegehalt von 6.300 Litern Heizöl aus.
-Würde man nur 11 Prozent der Sahara mit Solarzellen bebauen, könnte man den gesamten Energieverbrauch der Erde problemlos decken.




Umdenken ist lebensnotwendig

Ca. 3/4 der Treibhausgase gehen auf das Konto von Erdöl, Erdgas und Kohle. Die Folgen des Treibhauseffekts sind schon heute unübersehbar. Die Industriestaaten haben sich 1997 im Kyoto-Protokoll verpflichtet, ihre Treibhausgas-Emissionen zu verringern, um eine Klimakatastrophe abzuwenden.
Mit der Errichtung einer Solaranlage in Südtirol können sie helfen den Klimawandel in Grenzen zu halten. 1 m2 Photovoltaikanlage spart über 100 kg CO2-Emissionen jährlich ein.
Derzeit deckt die Solarstromerzeugung zwar nur einen geringen Teil des weltweiten Stromverbrauchs, der Photovoltaikbereich weist aber starke Wachstumsraten auf. Deshalb investieren selbst führende Mineralölkonzerne wie Shell und BP schon heute in die Nutzung erneuerbarer Energien.




Strahlende Aussichten für die Solarwärme in Südtirol

Bis 2030 könnten wir die Atmosphäre weltweit um 1,5 Milliarden Tonnen des schädlichen Klimagases entlastet werden, wenn der Ausbau der Solarenergie energisch vorangetrieben wird. Spätestens in zehn Jahren verursachen Solarwärmeanlagen keine CO2-Vermeidungskosten mehr. Sie zählen dann zu den effektivsten Klimaschützern unter den Energieerzeugern.
Auch wirken sich die erneuerbaren Energien positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die junge Photovoltaik-Branche kann bereits mit beachtlichen 20.000 Arbeitsplätzen aufwarten, von denen allein im letzten Jahr, bedingt durch den Boom der Branche, 5.000 entstanden sind. Die zunehmende Nutzung von Südtirols Solarwärme kann einen der wichtigsten Beiträge zur Verringerung des Treibhausgases Kohlendioxid leisten.




Energetische Bewertung

Der „kumulierte Energieaufwand“ stellt ein bedeutendes Kriterium zur energetischen Bewertung dar. Von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung der Anlage bilanziert er alle energetischen Investitionen über die Lebensdauer einer Anlage.
Das Verhältnis zwischen kumuliertem Energieaufwand und der Nettoenergieerzeugung der Photovoltaikanlage in Südtirol über die gesamte Laufzeit nennt man den „Erntefaktor“. Aus ihm entnimmt man wie oft die Photovoltaikanlage während ihrer Lebenszeit die Energie produziert, die zu ihrer Herstellung und für ihren Betrieb nötig ist. Je nach Zelltyp produzieren Photovoltaikanlagen während ihrer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren ein Vielfaches der in sie eingebrachten Energie.